Mit der Würzekühlung vollziehen wir den Übergang vom heißen zum kalten Bereich der Würzebereitung. Die vom Heißtrub befreite Würze wird auf die erforderliche Anstelltemperatur heruntergekühlt. Physikalisch betrachtet ist das Abkühlen ein einfacher Vorgang. In der Praxis kann der Anwender zwischen verschiedenen Formen der Wärmeübertragung wählen.

Wirtschaftlich kühlen in einem Zug

Früher war die zweistufige Würzekühlung weit verbreitet. Dabei wurde ein Teil der Wärme in einem zweistufigen Plattenwärmeübertrager zunächst auf das Brauwasser übertragen, das dann für den nächsten Sud bereits vorgewärmt zur Verfügung stand. In der zweiten Stufe verwendete man Eiswasser, Kühlsolen, Alkohol-Wasser-Gemische oder die direkte Kältemittelverdampfung, um die Temperatur der Würze auf Anstelltemperatur zu senken. Energiewirtschaftlich sinnvoller ist die einstufige Würzekühlung mit vorgekühltem Brauwasser. Bei ihr wird die Würze in einem Zug von der Ausschlagtemperatur auf Anstelltemperatur gekühlt. Damit wird die gesamte eingesetzte Wärme wieder dem Brauprozess zugeführt. Abhängig von der Sudzahl wird das Brauwasser kontinuierlich oder unter Ausnutzung günstiger Stromtarife vorgekühlt. Diese Vorkühlung des Brauwassers erfolgt mittels Kühlsole, Alkohol-Wasser-Gemisch oder durch direkte Kältemittelverdampfung. Neben der Brauwasserkühlung bieten wir zwei alternative Systeme an. Die Eiswasserspeicheranlage empfehlen wir, wenn sie mit direkter Verdampfung betrieben wird, günstige Stromtarife nutzt und mit hoher Verdampfungstemperatur arbeitet. Die direkte Verdampfung kommt vorzugsweise bei hohen Sudfolgen zum Einsatz, da diese eine kontinuierliche Kühlung ohne Speicherung erfordern. Das geschieht natürlich vollautomatisch – und sehr effektiv bei hoher Verdampfungstemperatur – im halb- oder vollverschweißten Plattenverdampfer.

Bestnoten für unsere Würzebelüftung

Unmittelbar nach ihrer Kühlung verlangt die Würze nach einer intensiven Belüftung, um die Hefe zu vitalisieren und dadurch eine intensive Gärung einzuleiten. Für die notwendige Luft-, bzw. Sauerstoffzufuhr entwickelten wir ein Belüftungssystem, das sich in seiner Funktionsweise vollkommen neuartig zu herkömmlichen Belüftungseinrichtungen verhält, aber ganz besonders schonend und höchst effektiv arbeitet. Die in die Belüftungsdüse einströmende Würze erzeugt einen Unterdruck und reißt Luft mit sich. Dadurch entsteht eine besonders feine Tropfenverteilung und somit eine große Kontaktfläche, die mit der Luft reagieren kann. Für die Sauerstoffbindung ist diese Reaktion von entscheidender Bedeutung. Bei unabhängigen Untersuchungen mit anderen Belüftungssystemen erhielt die GEA Brewery Systems Belüftungsdüse deshalb nicht ohne Grund nur Bestnoten. Denn sie bietet die Grundlage für optimale Flotation, ideale Hefevitalisierung, präzise Gärungsverläufe und garantiert eine Spitzenqualität der Biere.